Es sind auch die Polizeiwagen, an denen man in Istanbul merkt, dass eine Kirche nah ist. Zum Schutz der Christen hat der türkische Staat sie abgestellt. Es ist nicht lange her, dass am Bosporus zwei maskierte Attentäter in eine katholische Kirche eindrangen und einen Menschen erschossen. Seither stehen da die Streifen, eine pro Kirche, auch vor der Basilika Sankt Antonius. Sie liegt in der İstiklal-Straße, der Fußgängerzone auf der europäischen Seite. Am vergangenen Sonntag, kurz bevor Papst Leo XIV. in die Türkei reist, fanden hier die üblichen Gottesdienste statt: morgens auf Englisch, vor allem für Katholiken aus Afrika, später auf Italienisch und Polnisch, abends dann auf Türkisch.
Leo XIV.Der Papst besucht als Erstes zwei muslimisch geprägte Länder
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Papst Leo bricht erstmals zu einer Auslandsreise auf. Mit der Türkei und Libanon besucht er zwei Nationen, in denen das Christentum unter Druck steht.
Von Marc Beise und Raphael Geiger, Rom, Istanbul
