Katholische Kirche und Frauen:Von diesem Papst ist wohl keine Antwort mehr zu erwarten

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Der Fachkräftemangel in der katholischen Kirche ließe sich leicht beheben: Demonstration von „Maria 2.0“ auf dem Kirchentag in Stuttgart. (Foto: Arnulf Hettrich/Imago)

Wann dürfen Katholikinnen Diakonin werden oder gar Priesterin? So bald nicht. Doch in einem Brief von Reformgruppen heißt es immerhin: „Päpste kommen und gehen“.

Von Annette Zoch

Maria-Sybille Bienentreu, katholische Theologin und Lehrerin, besucht während ihres Urlaubs in England spontan eine anglikanische Eucharistiefeier in der Kathedrale von Durham. Vorn am Altar steht eine Frau etwa in ihrem Alter, die Priesterin sieht ihr sogar ein bisschen ähnlich – und fängt an zu predigen. Da ergreift die damals 50-jährige Besucherin aus Deutschland „urplötzlich ein praktisch unkontrollierbares Weinen. Mir wurde zum ersten Mal glasklar, dass ich meiner Berufung nie hatte völlig folgen können.“ Als Priesterin arbeiten, Sakramente spenden, Seelsorgerin sein – das ist katholischen Frauen verwehrt.

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