Panama Papers "Inseln werden romantisch verklärt"

Illustration: Peter M. Hoffmann

(Foto: Peter Hoffmann)

Warum John Christensen manches Eiland lieber räumen würde, ehe es ins Offshore-Geschäft einsteigt - und wieso er durch das Panama-Leak eine neue Ära für möglich hält.

Interview von Frederik Obermaier und Bastian Obermayer

SZ: Seit Sonntagabend steht die panamaische Kanzlei Mossack Fonseca wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken im Mittelpunkt weltweiter Enthüllungen. Überrascht Sie das?

John Christensen: Nein. Anwälte stehen im Zentrum der Offshore-Welt, sie verstecken sich hinter dem Privileg ihres Berufsstands und schützen damit ihre Kunden. Es ist eines der großen Verdienste der Panama Papers, die ich in einer Liga mit Edward Snowden und Wikileaks sehe, dass der Druck auf die Anwälte drastisch zunimmt, kriminelle Vorgänge nicht weiter zu verstecken.

Also ist eher die Dimension ...