Süddeutsche Zeitung

Pakistan:USA reduzieren umstrittene Drohnenangriffe

Bislang galt ihr Einsatz für die USA als unabdingbar: Das Land setzt in Pakistan bewaffnete Drohnen im Kampf gegen Terroristen ein. Laut einem Medienbericht fahren die USA den Drohnenkrieg nun aber drastisch zurück.

Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge ihre Drohnenangriffe in Pakistan deutlich eingeschränkt. Pakistan habe um Zurückhaltung gebeten, solange die Regierung in Islamabad sich um Friedensgespräche mit den Taliban bemühe, berichtete die Washington Post am Dienstag unter Berufung auf einen Vertreter der US-Regierung.

Dieser habe allerdings auch klar gemacht, dass das US-Militär umgehend führende Al-Kaida-Angehörige angreifen werde, wenn es ihrer habhaft werde oder es eine unmittelbare Bedrohung für US-Bürger abzuwehren gelte.

Die Drohnenangriffe des US-Militärs auf pakistanischem Boden sind umstritten, da es immer wieder Opfer unter Zivilisten gibt. Der pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif hat ein Ende der Angriffe mit unbemannten Fluggeräten verlangt.

Die USA hätten nach Angaben der Washington Post die Angriffe bereits im Dezember ausgesetzt, nachdem bei einem Einsatz im November der Taliban-Führer Hakimullah Mehsud getötet worden sei. Die Taliban hatten daraufhin die Friedensgespräche mit der pakistanischen Regierung abgesagt. Sharif warf den USA deshalb vor, die Gespräche zu sabotieren.

Kampfdrohnen werden insbesondere im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan eingesetzt, das als Rückzugsgebiet der radikal-islamischen Taliban und der Extremistenorganisation Al-Kaida gilt.

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.1880065
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Sz.de/Reuters/schä
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.