Pakistan Gericht verurteilt Briten wegen Blasphemie zum Tode

Ein Gericht in Pakistan hat einen britischen Staatsbürger wegen des Vorwurfs der Blasphemie zum Tode verurteilt.

Ein Gericht in Pakistan hat einen britischen Staatsbürger wegen des Vorwurfs der Blasphemie zum Tode verurteilt. Der 65-Jährige sei 2010 festgenommen worden, weil er in Briefen geschrieben habe, er sei der Prophet, berichteten pakistanische Medien. Das Gericht hatte einen Antrag der Verteidigung auf Überprüfung des Urteils zurückgewiesen. Der Verteidiger hatte argumentiert, der Angeklagte sei verwirrt.

In seiner jetzigen Form wurde das Blasphemie-Gesetz 1986 vom Militärdiktator Muhammad Zia ul-Haq eingeführt. Das umstrittene Gesetz verbietet die Beleidigung jeder Religion, wird aber in der Praxis nur bei angeblicher Herabsetzung des Islam angewendet. Zudem wird es oft missbraucht, um Gegner anzuschwärzen.