BodeneinsatzPakistan: Haben erneut Ziele in Afghanistan angegriffen

Nach einem Anschlag auf die paramilitärische Einheit der Sindh Rangers in Karatschi stehen Wachposten vor ihrer Unterkunft. Die Attacke nahm Pakistan als Begründung für neue Angriffe aufs Nachbarland Afghanistan.
Nach einem Anschlag auf die paramilitärische Einheit der Sindh Rangers in Karatschi stehen Wachposten vor ihrer Unterkunft. Die Attacke nahm Pakistan als Begründung für neue Angriffe aufs Nachbarland Afghanistan. Akhtar Soomro/Reuters

Die Angriffe dürften die Spannungen zwischen beiden Ländern erneut verschärfen.

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Pakistan hat erneut Ziele in Afghanistan angegriffen und dabei nach eigenen Angaben 25 Extremisten getötet. ⁠Bei den Luftangriffen seien in den afghanischen Grenzprovinzen Paktia, Paktika und Kunar zudem große Mengen an Waffen und Munition zerstört worden, teilte der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar auf X mit. ‌Auch seien vier Kämpfer der Extremistengruppe Jamaat-ul-Ahrar, einer Splittergruppe der pakistanischen Taliban, bei Bodeneinsätzen von Sicherheitskräften in der Grenzregion getötet worden.

Die in Afghanistan herrschenden Taliban warfen Pakistan hingegen vor, bei Luftangriffen Dutzende Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, getötet oder verletzt zu haben. Taliban-Sprecher Zabiullah Mudschahid verurteilte die Angriffe auf ‌X als feige Aggression. Der lokale Sender Tolonews berichtete, bei den Luftangriffen seien mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Die Angriffe dürften die Spannungen zwischen beiden Ländern erneut verschärfen.

Mit den ‌Militäreinsätzen reagierte Pakistan ‌laut Informationsminister Tarar auf jüngste Anschläge. Kämpfer von Jamaat-ul-Ahrar hatten am Samstag nach Angaben des pakistanischen Militärs bei einem Angriff auf eine Einrichtung der paramilitärischen Sindh Rangers in Karatschi drei Milizionäre ‌getötet. Die Regierung in Islamabad wirft der Führung in Kabul vor, Extremisten Unterschlupf zu gewähren, die von Afghanistan aus Anschläge in Pakistan planen. Die afghanischen Taliban weisen diese Vorwürfe zurück und erklären, die Gewalt sei ⁠ein internes Problem Pakistans.

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