Süddeutsche Zeitung

Ouagadougou:Al-Kaida-Ableger reklamiert Angriffe in Burkina Faso für sich

Die Dschihadisten töteten acht Menschen in der Hauptstadt Ouagadougou. Sie wollten Vergeltung für den französischen Militäreinsatz im Nachbarland Mali.

Ein Ableger der Extremisten-Organisation Al-Kaida reklamiert einem Medienbericht zufolge die Angriffe in Burkina Faso mit acht Toten vom Freitag für sich. Die in benachbarten Mali beheimatete Islamisten-Gruppe JNIM habe sich zu den Taten bekannt, berichtete die Agentur Alakhbar aus Mauretanien am Samstag. Die JNIM habe damit Vergeltung auf die Tötung einer ihrer Anführer durch französische Kräfte vor einigen Tagen reagiert.

Bewaffnete hatten am Freitag in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou die französische Botschaft und das Militärhauptquartier des westafrikanischen Landes angegriffen. Dabei töteten sie nach offiziellen Angaben acht Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. Auch die acht Angreifer starben.

In den vergangenen Jahren haben islamistische Extremisten ihre Anschlagsaktivitäten in Westafrika verstärkt, neben Burkina Faso unter anderem in Mali, in der Elfenbeinküste und in Niger. Frühere Angriffe in Burkina Faso wurden von Verbündeten der radikalislamischen Al-Kaida verübt. Die Extremisten hatten dies mit der Beteiligung des Landes am Kampf gegen Islamisten in der Sahel-Zone begründet.

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