Ostukraine:Republiken der Gewalt

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Ostukraine: Den Krieg im Nacken: Das Leben ist zu beiden Seiten der Demarkationslinie in der Ostukraine schlecht - hier im Städtchen Schastia.

Den Krieg im Nacken: Das Leben ist zu beiden Seiten der Demarkationslinie in der Ostukraine schlecht - hier im Städtchen Schastia.

(Foto: Aris Messinis /AFP)

Tausende Covid-Tote, Bergarbeiter ohne Lohn, junge Männer von der Straße weg zwangsverpflichtet - die Menschen in den abgespaltenen Regionen Luhansk und Donezk leiden unter einem drakonischen Regime. Hunderttausende sind schon geflohen.

Von Florian Hassel, Kiew

Es war ein eindeutiger Befehl, den die Bergleute des Kohlebergwerkes "Komsomoletz Donbassa" am Montag vom Militäramt der "Volksrepublik Donezk" (DNR) bekamen. Die Hälfte aller Kumpel aus jeder Schicht müsse sich binnen drei Tagen zum Kriegsdienst melden. Einem Bergarbeiter zufolge hätten allein im Bergwerk so mehr als 2000 Kumpel den Gestellungsbefehl erhalten, berichtete der Infodienst Ostro. In Donezk greift das DNR-Regime offenbar noch zu anderen Methoden: Junge Männer sollen direkt auf der Straße angehalten und mitgenommen werden.

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