Gesundheitspolitik:Schluss mit freiwilliger Entscheidung bei der Organspende?

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Mehr als 8000 Menschen warteten Ende 2023 den Ländern zufolge auf ein Organ. (Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa)

Nieren, Lebern, Herzen werden besonders gebraucht: Tausende warten auf ein Spender-Organ, doch von sich aus melden sich zu wenige Spender. Der Bundesrat möchte daher die bisherigen Regeln umkehren.

Von Georg Ismar, Bastian Brinkmann, Berlin

Als der Kanu-Trainer Stefan Henze während der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro durch einen Taxi-Unfall verstarb, rettete er durch die Transplantation seines Herzens einer Brasilianerin das Leben. Die Rentnerin konnte nach der Gewöhnung an das neue Herz ihr Glück kaum fassen. Auch der Polizist, der bei einem Messerangriff von einem mutmaßlichen Islamisten in Mannheim getötet wurde, soll Organspender gewesen sein. Aber immer noch gibt es zu wenige, die ihre Bereitschaft hinterlegen, dass im Fall des Ablebens Organe entnommen werden dürfen, um andere Menschen zu retten.

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