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Organisierte Kriminalität:Mitgenommen

Menschenhandel Litauen Jugendliche

Am Rand der Stadt, am Rand von allem: In die Kriminalität gezwungen, landen viele Jungen im Knast.

(Foto: Kristiana Ludwig)

Diebstahlbanden aus Litauen brechen deutsche Autos auf. Doch die Täter stehlen nicht immer freiwillig. Unter ihnen sind Opfer von Menschenhändlern.

Von Denise Friese und Kristiana Ludwig, Essen/Kaunas

Bevor die Menschen aufstehen und die ersten Autos durch Mettmann fahren, rammt Janis Tumat eine Metallfeile in das Fensterglas eines BMW. Er öffnet die Tür, setzt sich auf den Fahrersitz, Darius Laugall ist Beifahrer. Sie tragen Handschuhe. Jeden Arbeitsschritt kennen sie von einem Youtube-Video. Laugall dreht an den Schrauben des Navigationsgeräts, zieht am Plastikrahmen, zerschneidet die Kabel. Tumat löst das Lenkrad mit dem Airbag dahinter. Sie stecken die Beute in ihre Rucksäcke. Es ist still hinter den Buchsbaumhecken und den Kleinstadtgardinen. Unter einem Strauch legen sie die Taschen ab. Dann gehen sie zum nächsten Wagen.

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