EU-Gipfel:Erst getrickst und dann geblockt

EU-Gipfel: "Wir sind nicht hier, um Geschäfte zu machen": Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán am Donnerstag in Brüssel.

"Wir sind nicht hier, um Geschäfte zu machen": Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán am Donnerstag in Brüssel.

(Foto: IMAGO/NICOLAS MAETERLINCK/IMAGO/Belga)

Viktor Orbán inszeniert sich in Brüssel: Er verlässt den Raum, damit die anderen 26 EU-Staaten ohne ihn über EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine abstimmen können. Nachts blockiert er dann den Haushalt - und wichtige Ukraine-Milliarden. Die Geschichte eines ungarischen Eiertanzes.

Von Jan Diesteldorf und Josef Kelnberger, Brüssel

Viktor Orbán ist erkenntlich genervt, als er auf dem Weg zum roten Teppich ausgerechnet auf Kaja Kallas warten muss. Der rote Teppich ist der Ort, an dem die Gipfelteilnehmer vor Beginn der Gespräche im Brüsseler Europagebäude der Öffentlichkeit ihre Position darlegen. Und die estnische Regierungschefin Kallas hat sich im Kreise der 27 Staats- und Regierungschefs einen Ruf als größte Unterstützerin der Ukraine erarbeitet.

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