UngarnWas wird aus Viktor Orbán?

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Es gebe nun „keinen Boden mehr“ für Viktor Orbáns Partei, sagt ein Experte:  Auf ein Orbán-Plakat an einer Bushaltestelle in Budapest hat jemand „Lügner Fidesz“ geschrieben.
Es gebe nun „keinen Boden mehr“ für Viktor Orbáns Partei, sagt ein Experte:  Auf ein Orbán-Plakat an einer Bushaltestelle in Budapest hat jemand „Lügner Fidesz“ geschrieben. FERENC ISZA/AFP

Der scheidende ungarische Premier verkündet überraschend seinen Rückzug aus dem Parlament. Wie wird er seine Partei aufstellen? Und zieht es ihn nun womöglich ins Ausland wie schon andere, die vom bisherigen System profitierten?

Von Verena Mayer, Wien

Eine Minute und 26 Sekunden benötigte Viktor Orbán, um 36 Jahre in der Politik zu beenden. So lange dauerte das Video, das der scheidende ungarische Ministerpräsident Ende vergangener Woche auf Facebook postete, nach der Sitzung seiner Fidesz-Partei. Eine Minute und 26 Sekunden, in denen er verkündete, dem neuen ungarischen Parlament nicht mehr angehören zu wollen. Dieses soll sich Anfang Mai konstituieren, doch er werde das Mandat, das er gewonnen habe, nicht antreten, sagte Orbán. Er werde in Zukunft nicht im Parlament gebraucht, sondern „bei der Reorganisation des nationalen Lagers“.

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