Olympia:Vereint nur im Wettkampfschweiß

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Nur wenige Frauen aus dem Norden dürfen im gemeinsamen Team Korea auch mal spielen, aber das fällt im Stadion fast niemandem auf. (Foto: imago/Bildbyran)

Bei Olympia bilden die zwei Koreas, formell im Kriegszustand, eine Mannschaft im Fraueneishockey. Das Team zeigt, wie der Sport mal wieder mit Symbolik überladen wird.

Von Holger Gertz

Am Anfang kurz ein Blick in die Peripherie, auf die Spielerbank am Rand der Eisbahn im Kwandong Hockey Center, wo bei diesen Olympischen Spielen das Eishockeyturnier der Frauen stattfindet. Dort sieht man Spielerinnen nebeneinander sitzen, die darauf warten, auf die Bahn gelassen zu werden. Alle tragen die gleichen Trikots, Brustaufdruck " Korea", die gleichen Helme der Marke CCM, vor ihren Augen ist ein Schutzgitter gespannt. Konzentrierte und sehr junge Wettkampfgesichter, die enormen Helme lassen sie noch etwas runder und kindlicher wirken. Sie heißen Hwang Chung-gum, Choi Ji-yeon, Park Jong-ah, aber das weiß man nur, wenn man den Spielberichtsbogen vor sich liegen hat und die Trikotnummern den Namen zuordnen kann. Für Nichtexperten ist es unmöglich, alle auseinanderzuhalten, 35 Spielerinnen sind im Team.

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