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Ausnutzung von Olympia Athleten:Zerreißt euch

Ashleigh Johnson

"Ich bin anders als die anderen Goalies", sagt Ashleigh Johnson, Torhüterin der Wasserballmannschaft der USA. Und dann erzählt sie von ihrer Mutter. So ist das in Rio, da die Menschlichkeit der Sportler, dort die Unmenschlichkeit des IOC.

(Foto: AP)

Die Athleten sind das pochende Herz der Olympischen Spiele. Sie sollen siegen und strahlen und weinen. Oder sind sie nur Statisten, die einem verrotteten System den rettenden Glanz verpassen müssen?

Im olympischen Dorf stehen sie dann doch einmal sehr nahe beieinander, die Kurzbeinigen und Langarmigen, die Schnatternden und die Melancholiker, manche dünn wie Papier, manche quadratisch wie Würfel. Die Athleten wohnen getrennt voneinander in den Apartments grauer Hochhäuser. Aber es gibt diesen Treffpunkt, die internationale Zone, wo sie in Liegestühlen auf Kunstrasen sitzen oder sich im Beautysalon die Fingernägel feilen und die Fußkettchen nachjustieren lassen können. Und wo ein Hotspot einen Sog entwickelt, dem die Jugend der Welt nicht widerstehen kann.

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