Generaldebatte im Bundestag:Ein Kanzler in Rauflust

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Generaldebatte im Bundestag: So nicht, lieber Herr Merz: Olaf Scholz sieht sich veranlasst, ungewohnt energisch darzulegen, dass seine Koalition Probleme schon gelöst habe, bevor die Union sie überhaupt wahrnehme.

So nicht, lieber Herr Merz: Olaf Scholz sieht sich veranlasst, ungewohnt energisch darzulegen, dass seine Koalition Probleme schon gelöst habe, bevor die Union sie überhaupt wahrnehme.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Für Olaf Scholz war eine optimistische Ansprache vorbereitet worden, strotzend vor Zuversicht. Doch nach der Rede von Oppositionsführer Friedrich Merz lässt er das Manuskript liegen. Da ist offenkundig eine Rechnung offen.

Von Daniel Brössler, Berlin

Erstaunlich ist das schon. Olaf Scholz lässt seine geballte rechte Faust wieder und wieder von oben nach unten sausen, geht mit seiner Stimme wiederholt ans Limit und würdigt das Manuskript auf dem Pult vor ihm kaum eines Blickes. Der Kanzler ist erkennbar in Rauflust, und die eine Frage, die da rund um den Bundesadler im Plenarsaal schwebt, lautet: Wie hat Friedrich Merz das jetzt wieder gemacht?

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