CDU Oettinger nennt Merkel "lahme Ente"

Die Kanzlerin eine "lahme Ente"? Jean-Claude Juncker (links) und Günther Oettinger sind unterschiedlicher Meinung.

(Foto: AFP)

EU-Kommissionschef Juncker widerspricht seinem Haushaltskommissar. Er freue sich auf "viele Jahre enger Zusammenarbeit".

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich von der Einschätzung seines deutschen Kollegen Günther Oettinger distanziert, Bundeskanzlerin Angela Merkel sei nun politisch eine "lahme Ente".

"Präsident Juncker hat gestern Abend mit der Kanzlerin telefoniert und hatte nicht den Eindruck, mit einer lahmen Ente zu sprechen", sagte Junckers Sprecher Margaritis Schinas am Donnerstag in Brüssel. "Der Präsident freut sich auf viele Jahre enger Zusammenarbeit."

"Das ist normal"

Haushaltskommissar Oettinger (CDU) hatte dem Portal Politico nach der Abwahl des Merkel-Vertrauten Volker Kauder vom Unionsfraktionsvorsitz gesagt, der Einfluss der CDU-Chefin schwinde. "Das ist normal, sie ist eine 'lahme Ente'."

Gemeint mit seiner Formulierung "lame duck" ist ein weitgehend machtloser Politiker gegen Ende seiner Amtszeit. Doch sagte Oettinger auch, er rechne damit, dass Merkel als CDU-Chefin ihre Amtszeit als Kanzlerin zu Ende führe und danach wiedergewählt werde.

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