Österreich:"Mir fehlt der Arabella-Kiesbauer-Effekt"

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Cay und Schnitzel: Symbole - manchmal auch Klischees - für kulinarische Vorlieben. In Österreich haben 288 000 Menschen einen türkischen Migrationshintergrund. (Foto: Delna Antia)

Fremder gemacht, als sie sind: Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Österreich erzählen von "Ausländerdeutsch" am Telefon und einer Normalität von Ausgrenzung - noch immer.

Protokolle: Delna Antia

In Deutschland ist İlker Çatak sauer. Da ist sein Film bei den Oscars nominiert, aber deutsche Medien erwähnen seinen Namen nicht. Und wenn doch, dann schreiben sie ihn falsch. Ignoranz falle unter strukturellen Rassismus, findet der Regisseur. Hat sich also doch nichts geändert? Wie viel man auch erreicht, es reicht doch nie aus, um je dazuzugehören. Fremd daheim. Viele Migranten fühlen, was Çatak wütend macht. Auch in Österreich. Oder ganz besonders dort? Wer sich hier in der türkischen Community umhört, kriegt schnell gesagt: In Deutschland ist so vieles so viel besser. Nun, am 15. Mai, jährt sich Österreichs Anwerbeabkommen der sogenannten Gastarbeiter aus der Türkei - zum 60. Mal. 1964 wurden die ersten türkischen Arbeiter nach Vorarlberg geholt, es folgten bis in die 70er-Jahre noch einige Tausende nach ganz Österreich.

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:"War das eine Beleidigung oder doch ein Witz?"

Sie nehmen Arbeit weg, wollen sich nicht integrieren und wissen alles besser - das sind die Vorurteile gegen die Piefkes. Sieben Deutsche erzählen von ihrem Leben in Österreich.

Von Delna Antia

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