Anfang November an einem Donnerstagabend auf der Brennerautobahn: Es herrscht mal wieder der übliche Wahnsinn auf der wohl bekanntesten Transitroute der Alpen. Dabei ist es schon längst dunkel, und nur noch wenige Urlauber kehren aus dem Süden heim gen Norden. Auf der rechten Fahrbahn zuckelt eine Kolonne aus Lastwagen dahin wie eine Parade aus Maschinen-Elefanten. Links überholen die Autos im Landstraßentempo. Gleich nördlich der italienisch-österreichischen Grenze geht es über die Luegbrücke, die inzwischen zu einem Politikum geworden ist, einem baufälligen Politikum. Zumindest darauf können sich alle Beteiligten an dieser Geschichte einigen.
ÖsterreichVon der Schwierigkeit, Brücken zu bauen
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In Tirol wird debattiert, ob die baufällige Luegbrücke der Brennerautobahn neu errichtet oder durch einen Tunnel ersetzt werden soll. In Wirklichkeit geht es um viel größere Fragen.
Von Dominik Prantl
