Gewitter gelten als reinigend. Der Regen schwemmt den Unrat fort, nach Blitz und Donner kehrt wieder Ruhe ein. Ein solches Gewitter hatte gerade auch Österreichs Regierung zu überstehen. Der Krach ist in die rechte Koalition gefahren bei der Frage des Umgangs mit den rechten Radikalen. Kanzler Sebastian Kurz von der ÖVP musste seinen Vize Heinz-Christian Strache von der FPÖ ernsthaft wie nie zur Abgrenzung auffordern - und am Ende hat Strache geliefert: "Wir wollen mit der Identitären Bewegung nichts zu tun haben", erklärt er. Weder organisatorisch, noch strukturell oder finanziell gebe es Verbindungen. Herrscht nun also wieder eitel Sonnenschein über dem schönen Österreich? Wohl kaum, zumindest nicht auf Dauer.
Krach um Identitäre Bewegung:In Österreichs rechtem Lager bahnt sich eine Schlammschlacht an
Streit schärft das Profil: Österreichs Kanzler Kurz (links) und sein Stellvertreter Strache.
(Foto: Robert Jaeger/AFP)- Die Berührungspunkte zwischen der FPÖ und der rechtsradikalen Identitären Bewegung sind vielfältig, was dem Koalitionspartner ÖVP ein Dorn im Auge ist.
- Kanzler Kurz (ÖVP) forderte seinen Vize Strache (FPÖ) ernsthaft wie nie zur Abgrenzung von den Identitären auf.
- Strache kam dem nach und muss sich jetzt häufiger aus den Reihen der FPÖ-Anhänger den Vorwurf des Verrats anhören.
Von Peter Münch, Wien
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