Österreich:Ein Herzens-Grüner unter Schmiergeldverdacht

Lesezeit: 5 min

Österreich: Drei Herren unter Schmiergeld-Verdacht: René Benko (links), Christoph Chorherr (Mitte) und Michael Tojner (rechts).

Drei Herren unter Schmiergeld-Verdacht: René Benko (links), Christoph Chorherr (Mitte) und Michael Tojner (rechts).

(Foto: SZ-Illustration: Luisa-Maria Zangardi)

Von November an stehen Ex-Politiker Christoph Chorherr und Großinvestor René Benko in einem großen Korruptionsprozess in Wien vor Gericht. Wie die Causa das Selbstbild seiner früheren Partei erschüttern könnte.

Von Klaus Ott

Das Dokument ist mehr als zwei Jahrzehnte alt, das Vorwort ist unterzeichnet vom heutigen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und endet mit den Worten: "Die Mühe hat sich gelohnt." Es handelt sich um das Grundsatzprogramm der österreichischen Grünen, die vieles sein wollten: basisdemokratisch, solidarisch, nachhaltig und anderes mehr. Nur eines wollten die Grünen nie sein: eine ganz normale Partei, noch dazu eine, in der es Filz gibt und Machtmissbrauch und am Ende gar Korruption. Ein geschmierter Grüner, das passt zu den eigenen Idealen nun überhaupt nicht.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
SZ-Magazin
Liebe und Partnerschaft
Und was, wenn nur einer ein Kind will?
Arbeitskultur
Du bist nicht dein Job
Silvester Menü
Essen und Trinken
»Beim Kochen für Gäste geht es auch um Anerkennung«
Erbschaft
Jetzt noch schnell das Haus verschenken
Geheimdienste im Ukraine-Krieg
An der unsichtbaren Front
Zur SZ-Startseite