Österreichs ehemaliger Vizekanzler und Ex-FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache ist wegen des Verdachts der Untreue angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 56-Jährige in seiner Zeit als Parteichef versucht hat, sich eine Prämie von 300 000 Euro auf eine Lebensversicherung anzueignen. Wie die Anklagebehörde weiter mitteilte, sei im Erlebensfall aber die FPÖ Wien bezugsberechtigt gewesen. Die Anklage sei noch nicht rechtskräftig, hieß es. Strache und ein weiterer Angeklagter könnten noch Einspruch erheben. Auf das Delikt, das Strache vorgeworfen wird, steht eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Sobald die Anklage rechtswirksam wird, legt das Landesgericht Wien einen Termin für die Hauptverhandlung fest.