Eine breite Mehrheit im Deutschen Bundestag war sich über Jahre hinweg einig: Die beispiellose Mordserie des rechtsterroristischen NSU, der zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen zum Opfer fielen, soll in einem Dokumentationszentrum aufgearbeitet werden. Genauso wie das jahrelange Versagen staatlicher Sicherheitsbehörden bei der Aufklärung. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung droht das Projekt einer nationalen Erinnerungs- und Gedenkstätte nun allerdings am Geld zu scheitern.
RechtsextremismusNSU-Dokuzentrum steht infrage
Lesezeit: 5 Min.

Am 20. Todestag von Mehmet Turgut, der vom NSU ermordet wurde, gedenken Menschen in Rostock 2024 der Opfer der Rechtsterroristen.
Frank HormannDie Verbrechen des rechtsterroristischen NSU sollen in einem nationalen Zentrum aufgearbeitet werden. Doch jetzt ringt die Bundesregierung ums Geld – und auch die Angehörigen haben Differenzen.
Von Roman Deininger und Uwe Ritzer
