Rechtsextremer Terror:Wie ein Verbrechen aus grauer Vorzeit

Rechtsextremer Terror: Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München, das sie nach 438 Verhandlungstagen am 11. Juli 2018 zu lebenslanger Haft verurteilte.

Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München, das sie nach 438 Verhandlungstagen am 11. Juli 2018 zu lebenslanger Haft verurteilte.

(Foto: Peter Kneffel/DPA)

Das Terror-Trio NSU ermordete neun Menschen mit ausländischen Wurzeln und eine Polizistin. Sechs Jahre nach dem Urteil gegen die Bande verschwinden die Taten, die einst die Republik erschütterten, mehr und mehr aus dem öffentlichen Bewusstsein.

Von Annette Ramelsberger

Noch vor ein paar Jahren musste man den Namen Beate Zschäpe nicht erklären. Er stand für eine rechtsradikale Terroristenbande, die in den Nullerjahren neun Menschen mit ausländischen Wurzeln und eine Polizistin aus Thüringen ermordet hatte. Das Gesicht von Zschäpe war bekannt, die vollen Wangen, die helle Haut, das lange Haar. Man sah es im Fernsehen, in Zeitungen: Zschäpe war die einzige der Gruppe, die überlebt hatte. Ihre beiden Gefährten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten sich am 4. November 2011 erschossen, als sie von Polizei umstellt waren.

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