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NSU 2.0:Mit einem Fax fing alles an

Mutmaßlicher Verfasser von ´NSU 2.0"-Drohschreiben festgenommen

Wegen Abfragen an Polizeicomputern in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Berlin war die Polizei unter großen Druck geraten.

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Seit fast drei Jahren erhalten Politikerinnen und andere Personen des öffentlichen Lebens Drohschreiben, die mit "NSU 2.0" unterschrieben sind. Jetzt wurde der mutmaßliche Täter verhaftet. Eine Chronologie.

Von Ramona Dinauer und Kathrin Müller-Lancé

Mindestens 115 Drohschreiben in drei Jahren wurden von August 2018 an Personen des öffentlichen Lebens verschickt. Jedes dieser Schreiben war unterschrieben mit "NSU 2.0". Eine Signatur, die an die rechte Terrorgruppe NSU erinnern soll.

Die Briefe erhielten nicht nur üble Beschimpfungen und Morddrohungen, sondern oftmals auch Informationen, die nicht öffentlich zugänglich waren, wie private Wohnadressen. Zunächst führten die Ermittlungen in die Reihen der Polizei selbst. Der Verdacht: Die sensiblen Daten sollen von Polizeicomputern abgerufen worden sein. Am Montag wurde nun aber ein Verdächtiger verhaftet, der kein Polizist ist und nie Polizist war. Eine Chronologie der Ereignisse.

© SZ/berj
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