NS-Zeit:Jüdische Odyssee

Lesezeit: 5 min

Die Literaturwissenschaftlerin Mikhal Dekel erzählt die bewegende Geschichte ihres Vaters auf der Flucht vor dem Holocaust, die von Polen über Usbekistan und Iran führte. Eine Spurensuche zu Antisemitismus und Solidarität.

Von Franziska Davies

Die Nachgeschichte der Schoah, der Ermordung des europäischen Judentums, ist nicht zuletzt eine Geschichte des Schweigens. Die Kindergeneration - sowohl im Falle der Täter als auch der Opfer - wusste oft sehr wenig oder nichts über das, was ihre Eltern getan oder erlebt hatten. Der Vater von Mikhal Dekel hat die Schoah überlebt, er entkam der Vernichtungsmaschinerie der Deutschen. Die Tochter ist Literaturwissenschaftlerin in New York, ist aber für ihren Vater in die Rolle der Historikerin geschlüpft - und wird dieser mehr als gerecht. Sie hat nach dessen Tod den Fluchtweg des Vaters rekonstruiert und das Ergebnis ist ein Buch über die "Kinder von Teheran", eine Gruppe von jüdisch-polnischen Kindern, die über die Sowjetunion mit Stationen in Russland und Usbekistan schließlich bis nach Iran gelangten, von wo sie ins rettende Palästina gebracht werden konnten.

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