NS-VergangenheitDiese Geschichte ist nicht zu Ende

Lesezeit: 5 Min.

Als Thomas Will 2003 nach Ludwigsburg kam, hieß es: „Es geht nicht mehr lang.“ Das war ein Irrtum.
Als Thomas Will 2003 nach Ludwigsburg kam, hieß es: „Es geht nicht mehr lang.“ Das war ein Irrtum. Zentrale Stelle Ludwigsburg

In der Zentralen Stelle in Ludwigsburg sind Thomas Will und sein Team weiterhin Naziverbrechern auf der Spur. Viel Zeit haben sie nicht mehr – aber einige Täter leben noch.

Von Ronen Steinke, Ludwigsburg

SZ bei Google bevorzugen

Wer sich so sehr für die deutsche Geschichte interessiert wie Thomas Will, und vor allem für Vorwürfe, die man einzelnen Menschen machen kann, der sollte auch bei sich selbst anfangen. Bei der eigenen Familie. Bei den eigenen Großvätern. „Mein einer Großvater war Teilnehmer im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg Kreisbrandmeister“, sagt Thomas Will, 66 Jahre alt. Der Jurist, er blinzelt fast etwas schüchtern, wenn er redet, zögert zunächst ein wenig. Dann fügt er hinzu: „Er war also mit Sicherheit NSDAP-Mitglied.“

Zur SZ-Startseite

Essay
:Die braunen Flecken und die offenen Fragen

Seit Kurzem ist die digitalisierte NSDAP-Mitgliederkartei für jeden bequem einsehbar. Und viele aus der Enkelgeneration haben endlich Gewissheit, ob Opa ein Nazi war. Aber reicht das, um die eigene Familiengeschichte zu verstehen?

SZ PlusVon Joachim Käppner

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: