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Nowitschok:Das Gift aus der Pralinenschachtel

Nowitschok wurde in den 1980er Jahren in einem Labor in Schichany entwickelt. Es setzt sich aus zwei harmlosen Stoffen zusammen.

(Foto: Hans de Vreij/AP)

Nowitschok wurde von der Sowjetunion einst als geheimes Nervengift entwickelt. Nur einer filmreifen Aktion ist zu verdanken, dass Fachleute den Stoff heute bestimmen können.

Von Florian Flade

Es ist farblos und hat keinen Geruch, so beschreiben es seine Erfinder. Eine Mixtur, dichter als Wasser, jedoch flüssiger als Öl. Und tödlich, schon in winzigen Mengen. Der chemische Kampfstoff Nowitschok, mit dem der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia vor zwei Jahren im britischen Salisbury vergiftet wurden, ist wieder aufgetaucht. Diesmal in Deutschland. Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny sei "zweifelsfrei" damit vergiftet worden - so hat es die Bundesregierung am Mittwoch mitgeteilt.

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