Chronologie der Revolution 1918 Wie Deutschland demokratisch wurde

Wilhelmshaven am 9./10.November 1918: Nachdem die Nachricht aus Berlin eingetroffen war, dass der Kaiser abgedankt und Scheidemann die Republik ausgerufen hatte, veranstaltet die meuternde deutsche Hochseeflotte ein großes Feuerwerk mit Leuchtspurmunition.

(Foto: Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo)

Eine letzte Offensive, dann revoltieren die Matrosen - und die Revolution fegt den Kaiser vom Thron. Eine Übersicht der Ereignisse, die den Ersten Weltkrieg beenden und Deutschland zur Republik machen.

Von Xaver Bitz und Clara Lipkowski

Mit der Ausrufung der ersten deutschen Republik endet am 9. November 1918 das deutsche Kaiserreich. Zwar dankt der ins Exil geflohene Kaiser Wilhelm II. erst 19 Tage später ab, doch eine Rückkehr zum "Alten und Morschen", wie der SPD-Politiker Philipp Scheidemann die Monarchie bezeichnet, ist undenkbar.

Die Novemberrevolution besiegelt nicht nur das Ende der Monarchie, sondern zieht auch den Waffenstillstand mit den Siegermächten, mehrere Revolten und von Arbeiter- und Soldatenräten regierte Klein-Republiken nach sich, bevor im Sommer 1919 die neue Weimarer Reichsverfassung in Kraft tritt.

Eine Übersicht darüber, wie es zur deutschen Revolution 1918 kam und welche Folgen sie hatte.

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