Nordrhein-Westfalen:Korrektur im Kabinett

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Stephan Holthoff-Pförtner Rund für Ipad

Stephan Holthoff-Pförtner, Verleger, Anwalt – und Minister.

(Foto: Sophia Kembowski/dpa)

Landeschef Armin Laschet degradiert einen Minister: Stephan Holthoff-Pförtner verliert die Zuständigkeit für Medienpolitik - weil er Miteigentümer der Funke-Mediengruppe ist, die in NRW eine große Rolle spielt.

Von Christian Wernicke, Düsseldorf

Da jubelt die Opposition: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe nach nicht mal 100 Tagen an der Macht einen "kompletten Fehlstart" hingelegt, höhnt Norbert Römer, SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag. Anlass für den Spott lieferte eine kleine Kabinettskrise. Minister Stephan Holthoff-Pförtner, als markanter Kopf im Kabinett zuständig für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien, muss einen wichtigen Teil seiner Zuständigkeit abtreten. Nicht nur SPD und Grüne, auch namhafte Verfassungsrechtler hatten gegeißelt, dass ausgerechnet ein Verleger - Holthoff-Pförtner hält 16,7 Prozent an der in NRW mächtigen Funke-Mediengruppe - die Medienpolitik für Zeitungen und Rundfunk an Rhein und Ruhr lenken sollte. Nun verantwortet Laschet selbst das Medienressort, die anderen Aufgaben bleiben bei Holthoff-Pförtner. Eine Korrektur also, kein Rücktritt.

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