Asien:Süd- und Nordkorea reden wieder miteinander

Süd- und Nordkorea öffnen wieder Kommunikationskanäle

Ein südkoreanischer Regierungsbeamter telefoniert mit einem nordkoreanischen Offizier über die spezielle Kommunikationshotline im Grenzdorf Panmunjom (Archivbild von 2018).

(Foto: Uncredited/dpa)

Zweimal täglich telefonieren, um Krisen zu vermeiden: Die beiden Staaten haben ihre bilateralen Hotlines für Notfälle wieder in Betrieb genommen.

Nordkorea und Südkorea haben die Kommunikationsleitungen für Notfälle zwischen den beiden Staaten wiederhergestellt. Die südkoreanische Regierung bestätigte am Montagmorgen, dass die zweimal täglich stattfindende Kommunikation über militärische und andere vom Vereinigungsministerium betriebene Hotlines wiederaufgenommen wurde.

Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA hatte zuvor angekündigt, dass die Leitungen wiederhergestellt würden. Die sogenannten Hotlines sind ein wichtiges Instrument zur Vermeidung von Missverständnissen im Konflikt zwischen den beiden Ländern. Das Verteidigungsministerium in Seoul erklärte, sie hätten dazu beigetragen, unerwartete Zusammenstöße zu verhindern, und ihre Wiedereröffnung werde hoffentlich die militärische Lage wesentlich entspannen.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte dazu, man unterstütze die innerkoreanische Zusammenarbeit. Die Hotlines trügen zu einem stabileren Umfeld auf der Koreanischen Halbinsel bei. Nordkorea hatte am Donnerstag angekündigt, die Leitung wieder in Betrieb zu nehmen.

Der Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea in den 1950er-Jahren wurde lediglich mit einem Waffenstillstandsabkommen beendet. Einen Friedensvertrag gibt es nicht. Formell gesehen befinden sich die beiden Nachbarn somit weiterhin im Kriegszustand. Bemühungen, dies zu ändern, treten seit Jahrzehnten auf der Stelle. Das liegt auch daran, dass die USA, die im Koreakrieg an der Seite Südkoreas kämpften und bis heute der wichtigste militärische Verbündete des Landes sind, erst von Nordkorea die Zusage haben wollen, dass das abgeschottete Land auf seine Atomwaffen verzichtet.

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Die neue Waffe soll der strategischen Verteidigungsfähigkeit des Landes dienen. Südkorea spricht von einer "Provokation".

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