Nordkorea Pjöngjang provoziert Trump mit Raketentest

Das nordkoreanische Regime hat nach Angaben Südkoreas erneut eine ballistische Rakete getestet. Seoul vermutet dahinter eine Machtdemonstration gegenüber der neuen US-Regierung.

Nordkorea hat nach Angaben der südkoreanischen Regierung erneut eine ballistische Rakete getestet. Das Geschoss wurde am Sonntagmorgen von einem Stützpunkt im Westen des Landes ins Japanische Meer abgefeuert, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Es war der erste Abschuss einer nordkoreanischen Rakete seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. Trump, Japans Regierungschef Shinzo Abe und Südkoreas amtierender Präsident Hwang Kyo-ahn verurteilten den Raketentest scharf. Laut einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap vermutet das Militär, dass es sich um eine Mittelstreckenrakete des Typs Musudan oder eine verbesserte Version der Kurzstreckenrakete vom Typ Rodong handelte. Offiziell wurde dies zunächst nicht bestätigt.

Trump sagte Japan die uneingeschränkte Unterstützung der USA zu. "Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen hinter Japan, ihrem großen Verbündeten, zu hundert Prozent", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Abe in Florida. Abe verurteilte den Raketentest als "vollkommen unerträglich". Trump hatte bereits am Freitag ein Bekenntnis zur traditionellen Militärallianz mit Japan abgelegt. Der amtierende südkoreanische Präsident Hwang, der seit der Suspendierung von Staatschefin Park Geun-hye deren Amtsgeschäfte führt, erklärte, Nordkorea werde für den Raketentest eine "entsprechende Strafe" erhalten.