Silvester soll in Pjöngjang wieder sehr schön gewesen sein. Die Zeitung Rodong Sinmun, das Zentralorgan der alleinherrschenden Arbeiterpartei in Nordkorea, veröffentlichte jedenfalls einen beschwingten Bericht von den Feierlichkeiten am Kim-il-Sung-Platz. Von einer erleuchteten Spezialbühne war die Rede, von vielen Bürgern und von diversen Performern, "die das hohe Lob auf die unsterblichen Taten und die Großartigkeit der Arbeiterpartei sangen". Hits wie "Mein tolles Land" oder "Pjöngjang ist am besten" seien erklungen. Auf bunten Bildern war eine Menge mit Masken und tanzendes Bühnenpersonal ohne Masken zu sehen. Und wer sich fragte, ob dieser Auflauf in Omikron-Zeiten nicht etwas riskant sei für ein isoliertes Land mit schwachem Gesundheitssystem, der konnte nach dem Fest den neuen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) studieren. Demnach gibt es nach offiziellen Daten das Coronavirus in Nordkorea auch im anbrechenden dritten Jahr der Pandemie noch nicht.
NordkoreaKims Botschaften der Not
Lesezeit: 3 Min.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat zum Jahreswechsel wenig zur Außenpolitik zu sagen. Sein größtes Problem ist gerade der Hunger im eigenen Land. Raketen testet er trotzdem.
Von Thomas Hahn, Tokio
