bedeckt München 17°
vgwortpixel

Nordkorea:Kim Jong Un droht mit Vergeltung ohne Vorwarnung

Der Ton aus Pjöngjang wird wieder schärfer: Kurz nach den Gedenkfeiern für Nordkoreas Staatsgründer verkündet sein Enkel Kim Jong Un, fortan ohne Vorwarnung auf "Provokationen" aus Südkorea und den USA zu reagieren.

Die Feierlichkeiten für Nordkoreas Staatsgründer Kim Il Sung kamen ohne die erwarteten Drohgebärden aus, doch nach den Gedenkfeiern hat das Land seinen Ton gegenüber Südkorea wieder verschärft. Über die amtliche Nachrichtenagentur KCNA drohte Nordkorea am Montagabend mit einer Vergeltungsaktion ohne Vorwarnung. Bei Provokationen würde umgehend gehandelt.

Die Kriegsrhetorik Nordkoreas und die Drohungen gegen die USA, Japan und Südkorea sollen nach Ansicht vieler Experten vor allem die Position des jungen Machthabers und Enkel des Staatsgründers, Kim Jong Un, stärken und seine Gegner zu Zugeständnissen bewegen.

Den Drohungen waren neue UN-Sanktionen nach Nordkoreas Atomtest im Februar vorangegangen. Die USA hatten Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe in die Region verlegt und angekündigt, auf nordkoreanische Angriffe mit vergleichbarer Härte zu reagieren.

Am Dienstag stürzte ein amerikanischer Kampfhubschrauber während eines Militärmanövers ab. Das Unglück ereignete sich auf südkoreanischem Gebiet im Bezirk Cheolwon, wie ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte. Die Ursache sei noch unklar. Ein US-Militärvertreter sagte, der Helikopter vom Typ CH-53, der neben drei Besatzungsmitgliedern 13 Soldaten transportierte, habe eine "harte Landung" gehabt. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor.

US-Außenminister John Kerry hatte auf seiner Reise in die Region die Bereitschaft seiner Regierung zu Gesprächen über eine atomare Abrüstung auf der Koreanischen Halbinsel bekräftigt. Solche Gespräche müssten aber ernsthaft und vertrauenswürdig sein. Zugleich sicherte er den Verbündeten Japan und Südkorea zu, die USA würden "alles Notwendige" tun, um sie zu verteidigen.

© Süddeutsche.de/Reuters/dpa/sana/leja

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite