Nordkorea:Familienbetrieb

Nordkorea; Kim Jong-un

Drei Generationen Kims: Im Vordergrund der aktuelle nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un. Links über ihm sein Vater Kim Jong-il, dahinter dessen Vater Kim Il-sung. Illustration: Peter M. Hoffmann

Frisierte Führer, verklärte Vergangenheit und kurze Prozesse mit angeblichen Verrätern: Fast siebzig Jahre beherrschen die Kims Nordkorea. Über eine absurde Diktatur.

Von Christoph Giesen

Auf dem Weg zum Allerheiligsten hängt der beißende Geruch von Urin im Raum. Weil im Eingangsbereich des Mausoleums einer die Türe zur Herrentoilette hat offen stehen lassen, müssen die Besucher zehn Minuten in schlechter Luft ausharren. So lange dauert es, bis die gut 100 Namen auf der Liste abgehakt sind, nur wer angemeldet ist, darf hinein. Tief ergriffen wartet die Gruppe, der Gestank scheint niemanden zu stören. Die Männer tragen gedeckte Anzüge, die Frauen, was sie im Süden den "Hanbok" und hier im Norden "Joseon-ot" nennen, die traditionelle koreanische Tracht - in Rosa und Hellblau. Mit Bussen hat man sie hergekarrt, für viele von ihnen ist es das erste Mal, dass sie in Pjöngjang sind, lediglich die Treuesten der Treuen dürfen in die Hauptstadt reisen, nur ganz wenige werden in den Palast der Sonnen gelassen.

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