NordkoreaDas verschlossene Land

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Besucher am Großmonument Mansudae in Pjöngjang im Juli 2020.
Besucher am Großmonument Mansudae in Pjöngjang im Juli 2020. (Foto: imago images/Kyodo News)

Man muss direkt an die Grenze fahren, um wenigstens zu ahnen, wie es den 25 Millionen Nordkoreanern in der Pandemie geht. Bestens, sagt die Propaganda. Aber der sollte man ohnehin nicht glauben.

Von Christoph Giesen und Thomas Hahn

Vor ein paar Tagen war er mal wieder auf der anderen Seite des Flusses, dort, wo sonst eigentlich niemand mehr hinkommt: in Nordkorea. Nachts hatte ihn der Grenzer angerufen, zum ersten Mal seit Wochen, er habe endlich wieder Ware, ein paar Paddelzüge nur, dann glitt sein Ruderboot ins Dickicht am anderen Ufer. Der nordkoreanische Offizier wuchtete eine Kiste ins Boot: eingelegter Ginseng, Schnaps der Marke Kaesŏng und diese Pillen, die angeblich die Manneskraft steigern sollen. Er steckte dem Nordkoreaner ein wenig Geld zu - ein paar Minuten später war er wieder zurück in China.

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