Religion:Wird Irland wiedervereinigt?

Religion: Sinn-Féin-Wahlplakate in West Belfast, Nordirland, 2017. Die Partei ist inzwischen stärker als ihre Konkurrentin DUP.

Sinn-Féin-Wahlplakate in West Belfast, Nordirland, 2017. Die Partei ist inzwischen stärker als ihre Konkurrentin DUP.

(Foto: Peter Morrison/AP)

Erstmals leben in Nordirland mehr Katholiken als Protestanten. Das mag unspektakulär klingen - könnte aber schwerwiegende Folgen haben. Politikwissenschaftler Duncan Morrow über den Einfluss der Bevölkerungsentwicklung auf die Machtverhältnisse.

Interview von Miriam Dahlinger

Im Nordirlandkonflikt war und ist Religion die zentrale Konfliktlinie, die auch treue Anhänger Großbritanniens und Befürworter einer Wiedervereinigung Irlands trennt. Seit dem Unabhängigkeitskrieg vor hundert Jahren waren die Protestanten, überwiegend Nachfahren von Einwanderern, die größte Bevölkerungsgruppe im neuen nordirischen Staat. Nun hat sich das Verhältnis zwischen den Konfessionen verschoben: Zum ersten Mal leben hier mehr Katholiken als Protestanten. Demographen hatten diese Entwicklung seit Jahren vorausgesagt, weil die Geburtenraten unter Katholiken tendenziell höher sind als unter Protestanten.

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