Die letzten Relikte der Pipeline Nord Stream 2 liegen im Hafen von Mukran auf Rügen. Sauber gestapelt, in langen Reihen, dem Zahn der Zeit ausgeliefert. 5000 riesige Röhrenstücke, die keiner mehr braucht. Einst sollten sie dazu dienen, dänische Hoheitsgewässer zu umgehen, die Behörden in Kopenhagen wollten einer Querung partout nicht zustimmen. Als sie dann die Genehmigung doch noch erteilten, brauchte es die Umgehung nicht mehr und auch nicht die Röhren. Und jetzt entspinnt sich darum ein heikles Geschäft, im Zentrum: die Bundesregierung.
LNG-TerminalsQuadratur der Röhre
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Um ein Flüssigerdgas-Terminal vor Rügen anzuschließen, verhandelt der Bund über den Kauf übrig gebliebener Nord-Stream-2-Rohre. Das Geschäft ist heikel, denn die Teile gehören Gazprom.
Von Michael Bauchmüller und Georg Ismar, Berlin
