Nord Stream 2:„Nur die Spitze des Eisbergs“

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Die Pipeline Nord Stream 2 wurde fertig gebaut, hier Rohre auf einem Lagerplatz im Hafen von Sassnitz-Mukran im Jahr 2016. Doch in Betrieb gegangen ist sie nie. (Foto: dpa)

Nach SZ-Recherchen zur Vorgeschichte der umstrittenen Ostseepipeline kommen erste Forderungen nach einem Untersuchungsausschuss – aus den Reihen der Koalition.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Nach den Recherchen der Süddeutschen Zeitung zur Genese der Ostseepipeline Nord Stream 2 werden erste Forderungen nach einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss laut. Das Projekt stehe „für das größte wirtschafts-, energie- und außenpolitische Versagen seit Bestehen der Bundesrepublik“, sagte der Grünen-Wirtschaftspolitiker Felix Banaszak der Süddeutschen Zeitung. „Ich finde es schwer erträglich, dass diese Vorgänge bis heute nicht vollständig aufgeklärt sind.“ Nötig sei nun ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss, „um mit komplettem Zugriff auf alle Dokumente und die Vernehmung der Verantwortlichen diese offenen Fragen aufzuklären“. Dies müsse im Interesse aller Demokraten sein. Auch Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sprach am Dienstag von Fragen, „die durchaus auch einer parlamentarischen Aufklärung bedürfen“.

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