Westafrika:Der Pate, der sich zum Wächter der Demokratie aufschwingt

Westafrika: Bola Tinubu verbrachte vier Jahre im Exil, ehe er am Ende der Militärdiktatur nach Nigeria zurückkehrte.

Bola Tinubu verbrachte vier Jahre im Exil, ehe er am Ende der Militärdiktatur nach Nigeria zurückkehrte.

(Foto: Lewis Joly/Reuters)

Bola Tinubu ist Präsident Nigerias - und kann Putschisten nicht leiden. Deshalb hat er nicht nur nach Amtsantritt die ganze militärische Führung ausgetauscht, sondern nun auch den neuen Machthabern in Niger ein Ultimatum gestellt.

Von Paul Munzinger

Militärputsche ereignen sich in der Regel, wenn eine kritische politische Gesamtlage und schwer zu durchschauende persönliche Konflikte aufeinandertreffen - so wie vergangene Woche in Niger. Warum sie also passieren, ist hinterher oft kaum zu erklären. Wann sie passieren, ist vorher meist nicht zu erahnen. Doch zumindest eines lässt sich mit gewisser Sicherheit sagen: wo sie passieren. In solchen Staaten nämlich, in denen das Militär schon in der Vergangenheit die Politik bestimmt hat. So wie in Nigeria, wo von 1993 bis 1999 eine Militärdiktatur herrschte.

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