Die AfD ist in diesen Tagen eine Partei der emsigen Briefschreiber. Eine Frau, die sich dabei mit besonderem Eifer hervortut, ist die Europaabgeordnete Anja Arndt aus Niedersachsen. Innerhalb kurzer Zeit hat die 60-Jährige bereits den zweiten Brandbrief an die Bundesspitze ihrer in weiten Teilen rechtsextremen Partei geschrieben. Die Vorwürfe, die Arndt gegen Funktionäre aus den eigenen Reihen erhebt, wiegen schwer. Von einem strukturellen „System von Machtmissbrauch, Einschüchterung und mutmaßlich strafrechtlich relevanten Vorgängen im Landesverband Niedersachsen“ ist die Rede, von einem „finanzierten Terror-Netzwerk“. Das Schreiben liegt der Süddeutschen Zeitung vor. Zuerst hatten RTL/ntv und der Stern darüber berichtet.
AfD NiedersachsenEin „System von Machtmissbrauch“ in der AfD?
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Neben der Verwandtenaffäre hat die Parteiführung noch ein anderes Problem: Aus Niedersachsen hat sie bereits den zweiten Brandbrief erhalten, in dem die Verfasserin vor „Veruntreuung“ und mutmaßlich strafrechtlich relevanten Vorgängen warnt.
Von Tim Frehler, Berlin
