NiederlandeMutmaßliche Sabotage bremst Zugverkehr aus

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Mutmaßliche Sabotage hat den Zugverkehr am Dienstag in weiten Teilen des Nordens, Ostens und der Mitte der Niederlande beeinträchtigt. Unbekannte hatten an rund 20 Stellen Rohre auf den Gleisen befestigt, wie der niederländische Schienennetzbetreiber ProRail mitteilte. Dies habe zu Störungen im gesamten Netz während des morgendlichen Berufsverkehrs geführt. Auch mehrere Bahnübergänge hätten geschlossen bleiben müssen, was zudem den Straßenverkehr behindert habe. „Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es nach einer vorsätzlichen Störung des Zugbetriebs durch menschliches Handeln aus“, erklärte ProRail. Auf Aufnahmen des niederländischen Fernsehsenders NOS war zu sehen, wie lange, dünne Rohre von den Schienen entfernt wurden. An einer Stelle wurden Startkabel verlegt, um einen Kurzschluss zu verursachen. Mitarbeiter des Schienennetzbetreibers haben nach dessen Angaben mit den Räumarbeiten begonnen, um die Sicherheit auf den Strecken wiederherzustellen. Wer für die Vorfälle verantwortlich sei und welches Motiv dahinterstecke, sei noch unklar. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen. Auch der Geheimdienst AIVD ermittelt.

Parallel protestierten militante Bauern am Dienstag mit brennenden Heuhaufen entlang mehrerer Autobahnen, überwiegend im Norden. Die Bauern drückten damit ihren Ärger über die Pläne der Regierung zur Reduktion des überhöhten Stickstoffeintrags aus. Eine einschlägige Bauern-Kampftruppe dementierte zwar, hinter den Sabotage-Akten zu stehen. Laut niederländischen Medien gibt es aber doch entsprechende Hinweise.

Der Dienstag war auch ein symbolisch wichtiger Tag in der niederländischen Politik: Prinsjesdag, der Beginn des Parlamentarischen Jahres. Das Monarchenpaar fuhr mit einer Kutsche durch Den Haag, König Willem-Alexander verlas anschließend die Thronrede, in der die Regierung ihr Programm vorstellt.

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