NiederlandeWilders, der Systemsprenger

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Der Rechtspopulisten Geert Wilders (links) sieht nun für sich keine Chance mehr, Ministerpräsident der Niederlande zu werden.
Der Rechtspopulisten Geert Wilders (links) sieht nun für sich keine Chance mehr, Ministerpräsident der Niederlande zu werden. Peter Dejong/AP

Ein erster Versuch des Wahlsiegers, eine rechte Koalition zu bilden, ist gescheitert. Mögliche Partner zweifeln, dass es der Rechtsaußen ernst meint mit seiner neuen Milde. Und er gibt ihnen Anlass dazu.

Von Thomas Kirchner

Der Schock über das Wahlergebnis wirkt nach in den Niederlanden. Das übliche Ritual der Suche nach einer Regierungsmehrheit hat zwar begonnen. Der vom klaren Sieger Geert Wilders vorgeschlagene Ex-Minister Ronald Plasterk erkundete die Woche über die Bereitschaft der infrage kommenden Parteien, mit Wilders' PVV in See zu stechen. Normalerweise würde sich ein Bündnis mit der rechtsliberalen VVD und Pieter Omtzigts neuer Partei Neuer Sozialvertrag (NSC) aufdrängen, immerhin sind sich die drei Parteien in einem wesentlichen Punkt, dem Wunsch, Zuwanderung zurückzudrängen, weitgehend einig. Käme die Bauer-Bürger-Bewegung (BBB) mit an Bord, hätten sie eine satte Mehrheit in der Zweiten Parlamentskammer, dem Unterhaus. Wilders selbst wirbt für dieses "Mitte-rechts-Kabinett", wie er es nennt.

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