27. September 2009: Bundestagswahl sowie Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Brandenburg

Das sagen die Zahlen: Die SPD erreicht mit 23 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit der Gründung der Bundesrepublik. Bei den Unionsparteien muss vor allem die CSU Verluste verkraften, Angela Merkel kann aber dank des Rekordergebnisses der FDP von 14,6 Prozent in einer schwarz-gelben Koalition weiterregieren. In Schleswig-Holstein liegt die SPD zwar drei Prozentpunkte über dem Ergebnis der Bundespartei, stürzt aber ebenfalls auf ihr niedrigstes Ergebnis der Nachkriegszeit ab, während die Linken in den Landtag einziehen. Nur in Brandenburg können die Sozialdemokraten feiern: Dort stimmen 33 Prozent für die SPD - Ministerpräsident Platzeck entscheidet sich für ein rot-rotes Bündnis.

Das sagen die Sozialdemokraten: Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier kommt bei diesem desaströsen Wahlabend nicht umhin, von einem "bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie" zu sprechen. Man könne nun nicht zur Tagesordnung übergehen, mahnt er. Eine neue Rolle für die Bundes-SPD ist trotzdem schnell gefunden: Man werde nun eine starke Opposition sein, sagt Wahlverlierer Steinmeier - mit ihm als Fraktionsvorsitzendem. Jubel im Willy-Brandt-Haus.

Bild: dpa 27. April 2011, 13:052011-04-27 13:05:13 © sueddeutsche.de/woja/isch