Geflüchtete:Ein Amtskühlschrank für die Menschenrechte

Geflüchtete: Sie fing als Hoffnungsträgerin an, nun ist ihr Name mit einer Groteske verbunden

Sie fing als Hoffnungsträgerin an, nun ist ihr Name mit einer Groteske verbunden

(Foto: IMAGO/Bert Van Den Broucke/IMAGO/Photo News)

Nicole de Moor ist das Gesicht eines belgischen Staates, der es nicht schafft, Migranten angemessen unterzubringen. Zur Strafe wurde nun die Pfändung ihrer Büro-Einrichtung angeordnet.

Von Josef Kelnberger

Nicole de Moor beginnt jeden Morgen mit einem Blick aus dem Fenster ihrer Brüsseler Wohnung. Jeden Morgen, so hat sie das belgischen Journalisten erzählt, stelle sie sich dabei die bange Frage: Wie mag es da draußen den Menschen ergangen sein, für die sie, obwohl es ihre Pflicht ist, kein Dach über dem Kopf beschaffen konnte? Rund 2500 Migrantinnen und Migranten, darunter Frauen und Kinder, leben Schätzungen zufolge derzeit in den Brüsseler Frostnächten auf der Straße. Nicole de Moor sagt, sie frage sich jeden Morgen: Haben alle überlebt?

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