Nicaragua„Es wird hier nie wieder Wahlen geben“

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Der einstige Sozialist Daniel Ortega, 80, ist mit Unterbrechungen seit knapp 30 Jahren Präsident von Nicaragua.
Der einstige Sozialist Daniel Ortega, 80, ist mit Unterbrechungen seit knapp 30 Jahren Präsident von Nicaragua. Leonardo Fernandez Viloria/Reuters

Präsident Daniel Ortega baut Nicaragua nahezu ungestört zum Einparteienstaat aus. Für tausende Menschen schwindet die Hoffnung, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Eine von ihnen erzählt, warum.

Von Jan Heidtmann, Buenos Aires

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Das Auffälligste an Helga Asher ist auf den ersten Blick die hellblau-blaue Mütze, die sie trägt. „ARG“ steht da in großen Lettern drauf, ARG für Argentinien. Selbst im Café trägt sie die Kopfbedeckung, so, als wollte sie sich damit irgendwo fest verorten. Eigentlich stammt Helga Asher aus Nicaragua, doch seit anderthalb Jahren darf sie nicht in ihre Heimat zurück. Erst Florida, dann Costa Rica und schließlich Buenos Aires heißt das Nirgendwo, in dem sie sich seitdem befindet. „Ich habe kein Vaterland mehr“, sagt sie.

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Seit sie sieben Jahre alt war, musste eine Frau bei einer Familie in Brasilien als Haushaltshilfe arbeiten. Ohne Bezahlung, wie eine Sklavin. Wie lernt man nach so langer Zeit, eigenständig zu leben?

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