Prantls Blick:Ein Furz aus dem Vatikan

Lesezeit: 4 min

Prantls Blick: In den leeren Kirchen brennt das ewige Licht wie ein Warnsignal: Papst Franziskus.

In den leeren Kirchen brennt das ewige Licht wie ein Warnsignal: Papst Franziskus.

(Foto: Remo Casilli/Reuters)

Die römische Erklärung gegen den Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland ist grob beleidigend und ein Zeugnis wohltönender Borniertheit. Der "Synodale Weg" wird abgekanzelt. Auf diesen groben Klotz gehört ein grober Keil.

Von Heribert Prantl

Die Erklärung aus Rom ist kurz, sie ist von wohltönender Unverschämtheit, sie ist eine miese Missachtung des verzweifelten Ringens der deutschen Katholiken um einen Neuanfang nach den Missbrauchsskandalen. Diese Erklärung hat keinen Absender; da steht nicht der Name von Papst Franziskus darunter; die Erklärung kommt aus der inquisitorischen Anonymität, sie kommt aus dem Off, sie kommt aus dem vatikanischen Hinterhalt; das macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer - weil man nicht weiß, wer im Vatikan eigentlich das Sagen hat.

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