SZ am Abend:Nachrichten am 22. Juni 2022

Lesezeit: 3 min

SZ am Abend: Die Menschen wurden von dem Erdbeben im Schlaf überrascht, viele Häuser sind zerstört.

Die Menschen wurden von dem Erdbeben im Schlaf überrascht, viele Häuser sind zerstört.

(Foto: Uncredited/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Celine Chorus und Julia Bergmann

Was heute wichtig war

Mehr als 1000 Tote bei Erdbeben. In der afghanisch-pakistanischen Grenzregion wurden die Menschen von den heftigen Erschütterungen im Schlaf überrascht. Mehr als 1500 Menschen sind verletzt worden, mehrere Hundert warten auf Versorgung. Was die Lage zusätzlich erschwert ist, dass die internationale Gemeinschaft das Land verlassen hat und es seitdem in den Krankenhäusern an allem fehlt. Zum Artikel

Nach Tod einer 15-Jährigen: Zwei Jugendliche unter Tatverdacht. Seit Sonntagabend war das Mädchen aus Salzgitter vermisst worden - jetzt haben Polizisten ihre Leiche in einer Grünanlage gefunden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt einen 13-Jährigen und ein 14-Jährigen der Tötung. Für den 14-jährigen Jugendlichen ist beim Amtsgericht Braunschweig ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden. Eine Inhaftierung des 13-Jährigen ist wegen der Strafunmündigkeit nicht möglich. Zum Artikel

EXKLUSIV Geflüchtete haben gute Chancen vor Gericht. Neue Zahlen zeigen: Jeder dritte abgelehnte Geflüchtete, der klagt, hat Erfolg - und unter den Flüchtenden aus Afghanistan sogar fast jeder. 2021 haben Verwaltungsgerichte insgesamt mehr als jeden dritten ablehnenden Bescheid, über den sie inhaltlich zu entscheiden hatten, als unrechtmäßig eingestuft und den klagenden Geflüchteten einen Schutzstatus eingeräumt. Zum Artikel

Saudischer Kronprinz trifft Erdogan. Bin Salmans jüngste Reise in die Türkei ist kurz vor dem geplanten und viel kritisierten Besuch des US-Präsidenten auch eine Botschaft an Washington. Sie soll zeigen, dass er wieder salonfähig ist. Seit dem Khashoggi-Fall war der Kronprinz mehr oder weniger isoliert. Im Wahlkampf hatte Biden deshalb versprochen, Saudi-Arabien als Pariah-Staat zu behandeln. Doch das war vor dem russischen Krieg in der Ukraine, vor dem Anstieg der Benzinpreise und der Inflation. Und nun heißt Erdogan den einstigen Feind willkommen. Er hofft angesichts der Wirtschaftskrise auf Investitionen. Zum Artikel

Acht Polizeiwagen vor G-7-Gipfel ausgebrannt. In München wurden in der Nacht auf Mittwoch mehrere Mannschaftsbusse angezündet. Die Polizei spricht von einem Branddelikt mit Bezug zum Treffen der G 7 und vermutet die Täter im linksextremistischen Spektrum. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Krieg in der Ukraine

Scholz: Ukraine braucht einen Marshall-Plan für den Wiederaufbau. Die G 7 müssten sich während des bevorstehenden Gipfels darauf verständigen, wie dieser aussehen könne, sagt Kanzler Scholz während seiner Regierungserklärung im Bundestag. Dazu will Scholz eine Experten-Kommission einsetzen, gemeinsam mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die EU habe schon Milliardenhilfen beschlossen, trotzdem seien in den kommenden Jahren weitere Milliardenhilfen nötig, um das Land neu aufzurichten. Zum Artikel

Ukraine meldet Raketenangriffe auf Charkiw. Russland hat nach Wochen, in denen sich der Krieg hauptsächlich in den Osten verlagert hat, die Stadt im Norden des Landes angegriffen. Ukrainischen Angaben zufolge ist die Stadt von zahlreichen russischen Raketen getroffen worden. Zum Artikel

Russland provoziert mit Luftraumverletzungen von Nato-Staaten. Nach dem eingeschränkten Warentransit durch Litauen provoziert Russland mit Luftraumverletzungen von Estland und Dänemark. Moskau widerspricht den Darstellungen der baltischen Staaten und behauptet, es habe sich um Routineflüge über internationalen Gewässern gehandelt. Doch die Vorfälle lassen sich als Drohung verstehen. Moskau möchte damit wohl weiter Druck auf die EU und vor allem auf Litauen aufbauen. Zum Artikel

Meistgelesen

1. Putin blufft nicht. Russland eskaliert die Spannung in der Exklave Kaliningrad bewusst. Es könnte dort zu einem Konfliktszenario kommen, das die Grenzen der Ukraine überschreitet. Europa muss sich dieser Bedrohung bewusst sein. Zum Kommentar (SZ Plus)

2. "Es hat mein Leben auf den Kopf gestellt". Bereits zwei Tage nach der verlorenen Wahl begannen die Anwälte des damaligen US-Präsidenten, den Putsch zu planen. Wer sich entgegenstellte, wurde brutal angegriffen, selbst einfache Wahlhelferinnen bekamen Morddrohungen von Trump-Fans. Zum Artikel (SZ Plus)

3. Countdown bis zum ersten Massencrash. Zwei deutsche Radprofis äußern Kritik an der Streckenführung der anstehenden Tour de France - und zwar zu Recht. Der diesjährige Parcours enthält unnötige Gemeinheiten. Zum Kommentar

Zu guter Letzt

Wie man lernt, auf seine innere Uhr zu hören. Nachts Serien gucken, arbeiten bis spät: Viele Menschen handeln gegen ihren Biorhythmus. Die Chronobiologin Maria Robles erklärt, wie man diesen verstehen lernt, ob man zum Frühaufsteher werden kann - und warum "sozialer Jetlag" ein großes Problem unserer Zeit ist. Zum Artikel (SZ Magazin/ SZ Plus)

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