SZ am Abend Nachrichten am 29. Oktober 2024

Lesezeit: 2 Min.

Ein Mann hält vor dem Auswärtigen Amt in Berlin ein Foto von Jamshid und Gazelle Sharmahd im Arm. Die Tochter hatte jahrelang für das Leben ihres Vaters gekämpft.
Ein Mann hält vor dem Auswärtigen Amt in Berlin ein Foto von Jamshid und Gazelle Sharmahd im Arm. Die Tochter hatte jahrelang für das Leben ihres Vaters gekämpft. (Foto: INA FASSBENDER/AFP)

Was heute wichtig war.

Von Philipp Saul

Auswärtiges Amt bestellt Leiter der iranischen Botschaft ein. Nach der Hinrichtung des deutsch-iranischen Doppelstaatsbürgers Sharmahd übermittelt das deutsche Außenministerium "scharfen Protest gegen das Vorgehen des iranischen Regimes". Außenministerin Baerbock spricht von einer „Ermordung“ und ruft den deutschen Botschafter zurück. Sharmahds Tochter schreibt, sie wolle von der Politik keine Beileidsnachrichten hören, die ohne Details einer „schweren Strafe“ auskommen. Zum Artikel (SZ Plus)

  • MEINUNG Wie soll Iran die Bundesregierung ernst nehmen, wenn auf Sharmahds Tod nichts weiter folgt als Protest? (SZ Plus)

Özdemir gibt sich zuversichtlich für Landtagswahl in Baden-Württemberg. Er könne 2026 als grüner Spitzenkandidat gewinnen, sagt Özdemir trotz schlechter Umfragewerte für seine Partei. Als Ministerpräsident wolle er „den Unternehmergeist neu entfesseln“. Zudem wirbt Özdemir für eine klare Linie seiner Partei in der Migrationspolitik. Wer in Deutschland Schutz bekomme und kriminell werde, „zeigt uns den Mittelfinger. Dann müssen wir unmissverständlich sagen: Freundchen, du hast hier nichts verloren!“ Zum Interview (SZ Plus)

Scholz und Lindner reden getrennt mit der Wirtschaft. Bei einem Kanzler-Gipfel und einem FDP-Gegengipfel wollen sich Scholz und der Finanzminister Argumentationshilfen für die anstehenden harten Verhandlungen in der Koalition holen. Lindner ist dabei offensichtlich bemüht, den Eindruck von Zerstrittenheit nicht zu befeuern. Arbeitgeberpräsident Dulger fordert, die Ampel „muss gemeinsam – und ich betone: gemeinsam – die richtige Wirtschaftspolitik machen“. Zum Artikel (SZ Plus)

Wahl in Georgien wird teilweise neu ausgezählt. Nach Fälschungsvorwürfen bei der Parlamentswahl sollen in jedem Wahlbezirk die Ergebnisse von fünf durch Los bestimmten Wahllokalen überprüft werden. Zum Artikel

Hisbollah macht Kassim zum Nasrallah-Nachfolger. Auf den von Israel getöteten Anführer folgt dessen Stellvertreter. Der wirkte bisher vor allem nach innen, zog Fäden im Hintergrund und gilt als verhältnismäßig moderat. Zum Artikel

Früherer Trump-Berater Bannon aus Haft entlassen. Der ehemalige Chefstratege war verurteilt worden, weil er eine Vorladung des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021 ignoriert und angeforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt hatte. Zum US-Wahl-Liveblog

Krieg in der Ukraine

Ukrainischer Generalmajor: Front bei Donezk zusammengebrochen. Ein ranghoher Militär räumt massive Probleme bei der Verteidigung der Ostukraine ein. Es fehle an Waffen und an Soldaten. Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine werden mindestens acht Menschen getötet.Zum Liveblog

Scharfe Kritik in Bundes-SPD an Brandenburger „Friedensformel“ mit BSW. Das Sondierungspapier stelle einen Bruch mit der Kanzler-Politik dar, sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Roth, der SZ. Es ignoriere die Linie von Scholz sowie den Parteitagsbeschluss der SPD: „Waffenlieferungen und Diplomatie sind zwei Seiten derselben Medaille.“ Zudem werde mit einem SPD-Beschluss gebrochen, der die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen befürworte. Zum Artikel (SZ Plus)

MEINUNG Die SPD muss aufpassen, dass Wagenknecht sie nicht am Ring durch die Manege führt (SZ Plus)

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