SZ am Abend:Nachrichten am 25. Oktober 2021

Urteil im Terror-Prozess gegen Jennifer W.

Jennifer W. am Montag, dem Tag der Urteilsverkündigung, im Oberlandesgericht München.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Nadja Tausche

Nachrichten kompakt

Zehn Jahre Haft für IS-Rückkehrerin. Das Oberlandesgericht München hat Jennifer W. zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die junge Frau aus Niedersachsen hatte als IS-Anhängerin im Irak tatenlos dabei zugesehen, wie ein jesidisches Mädchen in einem Hof angekettet wurde und verdurstete. Die Verurteilte selbst wirft der Justiz vor, an ihr solle ein Exempel statuiert werden für alles Unrecht, das unter der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geschehen sei. Zum Artikel

Exklusiv: Verstörende Einblicke in das Innenleben von Facebook. Dokumente der Whistleblowerin Haugen gewähren einen seltenen Blick in das Innerste des globalen Netzwerks. Deutlich wird, dass es zwischen den einzelnen Abteilungen Streit gibt - offenbar sabotieren sie sich auch gegenseitig. Besonders brisant: Facebook macht die Entscheidungen, welche Inhalte auf der Seite zirkulieren dürfen und welche nicht, nicht nur von seinen ohnehin oft fragwürdigen internen Löschregeln abhängig, sondern auch von "politischen Überlegungen". Zum Artikel (SZ Plus)

Yvonne Magwas als Bundestagsvizepräsidentin nominiert. Am Montagnachmittag hat der geschäftsführende CDU-Fraktionsvorstand die Politikerin überraschend für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin vorgeschlagen. Die 41-jährige Sächsin sitzt seit 2013 im Bundestag, seit 2018 ist sie Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion. Im September 2019 wurde Magwas auch zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Frauen Union gewählt. Zum Artikel

USA entschärfen Streit mit der Türkei. Die diplomatische Krise zwischen der Türkei und ihren Partnerstaaten entspannt sich offenbar. Ein Tweet der US-Botschaft in Ankara lässt sich als diplomatisch verklausulierte Entschuldigung für das Vorgehen des US-Botschafters verstehen. Die Botschaften der anderen Staaten, darunter Deutschland, twitterten den wortgleichen Text. Zuvor hatte das türkische Außenministerium zehn Botschafter zu unerwünschten Personen ("Persona non grata") erklärt, nachdem sie in einer ungewöhnlichen gemeinsamen Erklärung die Freilassung des Kulturförderers und Zivilgesellschafts-Aktivisten Kavala gefordert hatten. Betroffen war auch der deutsche Botschafter. Zum Artikel

General verkündet Auflösung der Regierung im Sudan. Im ostafrikanischen Land Sudan ist es zu einem Militärputsch gekommen. Ministerpräsident Hamduk wurde offiziellen Angaben zufolge verschleppt, auch andere Mitglieder der Regierung wurden von Militärangehörigen festgesetzt. Aus Protest gegen den Putsch gehen Zehntausende Menschen auf die Straße. Bundesaußenminister Maas äußert sich bestürzt und ruft dazu auf, den friedlichen politischen Übergangsprozess hin zu einer Demokratie fortzuführen: Auf diesen haben sich Militär und die zivile Opposition eigentlich geeinigt, eine Übergangsregierung sollte den Prozess gestalten. Zum Artikel

CO-Konzentration in der Atmosphäre erreicht neuen Höchststand. Laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie hat der Treibhausgas-Ausstoß im Jahr 2020 erneut deutlich zugenommen. Die Covid-19-Pandemie hat das Wachstum der Weltwirtschaft zwar stark gebremst und die globale Mobilität reduziert, trotzdem brachte die Seuche keine Entlastung im Kampf gegen den Klimawandel. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Das Wichtigste zum Coronavirus

Was über Folgen der Impfung bekannt ist. Die Aussage von Nationalspieler Kimmich über seine Angst vor vermeintlichen Langzeitfolgen der Corona-Impfung hat für Verunsicherung gesorgt. Dabei ist wissenschaftlich belegt, dass die Impfung als sehr sicher gilt - und dass Nebenwirkungen und Komplikationen - wenn überhaupt - meist kurz nach Verabreichen der Spritze auftreten. Zum Artikel (SZ Plus)

Das hat heute viele interessiert

Wenn Scholz auf Kanzler umschaltet. Hat sich die FDP bei den Sondierungen durchgesetzt? Mit dieser Frage piesackt Anne Will Olaf Scholz und Robert Habeck, den das sichtlich nervt. Aber dann lässt Scholz kurz den künftigen Kanzler aufblitzen. Zum Artikel

Außer Kontrolle. Ein lichtes Paradies hatten die Brexit-Demagogen um Boris Johnson einst versprochen. Und nun? Wandern Firmen ab, steigen die Lebensmittelpreise, wird das Benzin knapp. Wie die Wirklichkeit den Populismus einholt. Zum Artikel (SZ Plus)

"Niemand ist eingeschritten. Alle haben gelacht". Models werfen dem mächtigen Agenten Gérald Marie vor, sie belästigt, missbraucht, vergewaltigt zu haben. Die Branche erlebt einen "Me Too"-Moment, der nicht ihr erster ist. Zum Artikel (SZ Plus)

Zu guter Letzt

"Cringe" ist Jugendwort des Jahres. Der Begriff beschreibt etwas Unangenehmes oder Peinliches. Das "Jugendwort des Jahres" wählen jedes Jahr Jugendliche per Abstimmung selbst. Zum Artikel

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