SZ am Abend:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

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SZ am Abend: Christine Lambrecht (links) wäre gerne, was Nancy Faeser (beide SPD) jetzt ist.

Christine Lambrecht (links) wäre gerne, was Nancy Faeser (beide SPD) jetzt ist.

(Foto: Malte Ossowski/Imago Images/Sven Simon)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Julia Bergmann

Das Wochenende kompakt - was wichtig war

Faeser dementiert Gerüchte um baldigen Rückzug vom Ministeramt. Ihre Kabinettskollegin Lambrecht hatte zuvor Gerüchte über einen baldigen Wechsel Faesers zurück in die hessische Landespolitik befeuert. Spekulationen gibt es seit ihrer Berufung zur Innenministerin Anfang Dezember 2021. Damals hatte Kanzler Scholz bei der Präsentation der sozialdemokratischen Kabinettsmitglieder ausweichend auf eine entsprechende Frage geantwortet. Zum Artikel

Affenpocken-Infektionen in zwölf Ländern. Die seltene Erkrankung hat sich binnen Tagen deutlich ausgebreitet. 92 bestätigte Infektionen wurden der Weltgesundheitsorganisation WHO zwischen 13. und 22. Mai gemeldet. Nun wird über die Impfung von Kontaktpersonen diskutiert - eine schwierige Abwägung, denn auch dieses Vakzin ist knapp. Zum Artikel

CDU und Grüne sprechen über mögliche Koalition in NRW. Eine Woche nach der Landtagswahl entscheiden sich CDU und Grüne dafür, Sondierungsgespräche zu beginnen. Die CDU hatte die Wahl mit 35,7 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Die Grünen konnten ihr Ergebnis im Vergleich zu 2017 fast verdreifachen und wurden mit 18,2 Prozent drittstärkste Kraft. Zum Artikel

EXKLUSIV Unmut über Strack-Zimmermann in der SPD-Fraktion. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses betreibe das Geschäft der Opposition, ihre "tagtägliche Kritik" beschädige das Ansehen der eigenen Regierung, sagt der SPD-Abgeordnete Schäfer. Die Mehrheit der SPD-Fraktion erwarte, dass endlich klar Stellung gegen die FDP-Politikerin bezogen wird. Zum Artikel

Sechs von neun "planetaren Grenzen" sind überschritten. Der sichere Handlungsspielraum für die Belastung durch menschengemachte Substanzen sei längst verlassen, schreibt eine skandinavische Forschergruppe. Bereits 2009 hatten die Wissenschaftler davor gewarnt, dass das Überschreiten nur einer Grenze katastrophale Folgen für die Welt haben könnte. Die jährliche Produktion von Chemikalien etwa sei dermaßen entfesselt, dass Regierungen keinerlei Möglichkeit mehr hätten, die Risiken einzuschätzen oder potenzielle Problemfälle zu kontrollieren. Zum Artikel

Wie es um die Cannabis-Legalisierung in Deutschland steht. Während Gesundheitsminister Lauterbach vorsichtig von einem ersten Gesetzentwurf in der zweiten Jahreshälfte spricht, kann es Justizminister Buschmann nicht schnell genug gehen: Eine Legalisierung im Frühjahr 2023 sei möglich - vielleicht sogar schon früher. Daran haben sowohl Experten als auch Mitglieder der Regierung große Zweifel. Nach Ansicht von Juristen verstößt eine legale Abgabe von Cannabis, wie Deutschland sie plant, sogar gegen Völkerrecht und diverse EU-Vereinbarungen. Zum Artikel

EXKLUSIV Wählerpotenzial der Linken laut Studie bei 18 Prozent. Bei den jüngsten drei Landtagswahlen kam die Partei nicht einmal in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde. Eine neue Untersuchung legt nun nahe, dass viel mehr drin sein könnte. Offenbar sind aber viele grundsätzliche Sympathisanten von den außenpolitischen Positionen und der "inneren Zerstrittenheit" der Linken abgeschreckt. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Krieg in der Ukraine

Scholz fordert Schröder auf, weitere Posten abzugeben. Der Ex-Bundeskanzler legt sein Aufsichtsratsmandat beim russischen Ölkonzern Rosneft nieder - einigen in der SPD reicht das nicht, vielen kommt der Schritt zu spät. Bundestagsvizepräsident Kubicki (FDP) hingegen spricht sich gegen Scholz' Forderung aus: "Konsequenzen sind verständlich und nachvollziehbar, die Grenze zur Demütigung sollte aber nicht überschritten werden." Zum Artikel

Ukraine fürchtet neue Offensiven und verlängert Kriegsrecht. Nach dem Fall der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol könnte es zu massiven neuen russischen Angriffen in anderen Teilen des Landes kommen, so die Befürchtung. Die Eroberung bedeutet für Russlands Präsident Putin immerhin den bislang größten Erfolg. Das Parlament in Kiew verlängert das Kriegsrecht bis Ende August und macht damit auch deutlich, dass es wenig Hoffnung auf Frieden hat. Zum Live-Blog

Weltwirtschaftsforum: "Wir brauchen einen Marshall-Plan für die Ukraine". Das Weltwirtschaftsforum fordert umfangreiche, international koordinierte Wiederaufbauhilfe für die Ukraine. "Auch ohne Friedensabkommen, das derzeit ja nicht sehr wahrscheinlich ist, müssen wir bereits am Wiederaufbau arbeiten, zumindest in den Gebieten, die unter der Kontrolle der Ukrainer sind", sagt Brende, der Präsident des Weltwirtschaftsforums. Es gehe um Infrastruktur, Elektrizität, um Schulen, Straßen und Brücken. Dafür sollen auch Konzernchefs zusammengebracht werden. Denn auch der private Sektor müsse beim Wiederaufbau des Landes eine wichtige Rolle spielen. Zum Artikel (SZ Plus)

Der Kanzler sucht in Afrika Verbündete gegen den chinesisch-russischen Block der Autoritären. Senegal und Südafrika sind etwa auch ausdrücklich als Demokratien zum G-7-Gipfel nach Elmau geladen. Beide gehören aber auch zu jenen Staaten, die sich am 2. März in der Generalversammlung der Vereinten Nationen bei der Abstimmung über die Verurteilung des russischen Angriffskrieges enthalten haben. Zum Artikel

Meistgelesen am Wochenende

1. Türen, Lichter und Zylinder auf dem Mars. Ein jüngst auf dem Mars fotografierter mysteriöser Eingang ist nur eines von vielen erstaunlichen Bildern vom Roten Planeten. Auf intelligentes Leben deutet keines von ihnen hin - mit einer Ausnahme. Zum Artikel

2. Einmal Stratosphäre und zurück. In "Top Gun: Maverick" sind einige aus der alten Garde wieder dabei. Für die 64-jährige Kelly McGillis aber gab es keine Rolle - und wer jetzt empört ist, tut ihr womöglich keinen Gefallen. Zum Artikel

3. Igor Zelensky und Putins Tochter: eine Liebesaffäre? Anfang April war er aus privaten Gründen zurückgetreten. Nun stellt sich heraus: Münchens Ex-Ballettchef Zelensky soll mit Katerina Tichonowa liiert sein. Zum Artikel

Zu guter Letzt

Gute Feministin, schlechte Feministin. Karin Howard kämpfte mit Alice Schwarzer für Gleichberechtigung, ein liberales Abtreibungsrecht - und schockte damit die Männer. Heute schaut sie eher irritiert auf den Kampf junger Frauen und fragt sich: Worum geht's eigentlich? Zum Artikel (SZ Plus)

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